Willkommen im Biosphärenprojekt des LEO-Gartens
- ein inklusives und innovatives Modellprojekt zum Wert von Wasser als natürliche Ressource für Mensch und Natur
Hier im hinteren Bereich des LEO-Gartens ist auf rund 500 Quadratmetern ein besonderer Ort entstanden: ein von der Biosphärenregion Südschwarzwald gefördertes Projekt, das zeigt, wie lebendige Naturräume bewusst gestaltet werden können – zum Wohl der Pflanzen, Tiere und Menschen.
Unterschiedliche Lebensräume können hier erkundet werden: Naturteiche, Totholzhecken, eine bunte Staudenwiese, ein Wasser-Nutz-Garten und sogar ein kleines Amphibientheater. All das trägt dazu bei, die Biodiversität im Garten deutlich zu erhöhen.
Dieses Projekt ist Teil unseres gemeinsamen Engagements für eine enkeltaugliche Zukunft – hier erfahrbar, begreifbar und lebendig.
Großen Wert legen wir auf die Verwendung regional zugänglicher Materialien und die Anwendung alter Techniken wie z.B. die althergebrachte Lehm-Auskleidung der Wasserläufe, die Verwendung von sog. „Dücheln“ (Holzrinnen als Wasserzuläufe für den Nutzgarten oder von hiesigem Robinienholz für die Hochbeete (Kräuter, Gemüse).
Seht selbst - und entdeckt!
Wir laden dich ein auf Entdeckungstour durch unseren Garten zu gehen.
Du kannst dich dabei auch von den QR-Codes auf den Schildern leiten lassen. Einfach scannen und noch ein bisschen mehr erfahren.
An jeder Station findet Ihr kurze Hintergrundtexte, spannende Einblicke und Hinweise zur Nutzung. Wenn Ihr die QR-Codes auf den Schildern scannt, gelangt Ihr direkt zu weiterführenden Informationen auf der Webseite des jeweiligen Projektbereichs.
ACHTUNG:
Bitte sei achtsam mit den Pflanzen! Nicht eigenständig pflücken! Es gibt auch giftige Pflanzen, also bitte nur Betrachten und nicht Berühren oder Pflücken.
Viel Freude beim entdecken!
Stille Wasser gründen tief
Erleben& Lernen, Informieren& Ausprobieren, Regeneration & Gesundheit sind die Leitgedanken.
Und da spielt das Wasser eine tragende Rolle als Ressource aber auch als natürlicher Raum der Stille.
Der LEO-Garten mit seiner eigenen Quelle und naturnahen Wasserführungen wird auch zusammen mit und FÜR Menschen gestaltet, die durch ihre Behinderung bzw. Einschränkung einen besonders sensiblen Zugang zu Natureindrücken haben und dankbar sind für die Gestaltung von reizarmen und zugleich vielgestaltigen Umgebungsräumen. Wir sprechen hier vonPersönlichkeitsbildern wie Autismus, von pflegebedürftigen Menschen, Personen mit AD(H)S oder Inselbegabungen und soziale bzw. künstlerische Hochsensibilität.
Das Element Wasser ermöglicht die bedeutsamsten vitalen Funktionen in den Kreisläufen der Natur. Ohne Wasser gäbe es kein Leben auf der Erde. Entsprechend seiner biologischen und ökologischen Unentbehrlichkeit besitzt Wasserweitreichende handwerkliche, geschichtliche, spirituelle und rituelle Bedeutungsebenen. Als ungeformte Flüssigkeit symbolisiert es für uns die Fülle der Möglichkeiten sowie den Anfang alles Seienden in der „Ursuppe“ der chemischen Evolution sowie auch in den Schöpfungsmythen.
Das Wasser ist Symbol der körperlichen, seelischen und geistigen Reinigungs- und Erneuerungskraft und schenkt zugleich auch Sicherheit, Entspannung und Ruhe, wenn sich die Wogen glätten. In den großen Erzählungen und Mythen der Menschheit kommt immer Wasser vor, als Regen, Schnee, Eis, in Flüssen und Meeren (z.B. Odyssee), um auf Wolken zu tanzen oder ein entspannendes Bad zu nehmen. Die Geschichte der Menschheit ist an Verfügbarkeit und Qualität des Wassers schicksalhaft geknüpft.
Viele fleißige Hände für die Umsetzung des Projektes
Projektentwicklung und wissenschaftliche Begleitung: Dr. Eleonora Zickenheiner
Bauliche Umsetzung Hochbeet: Karlfrieder Zandt
Bauliche Umsetzung Teiche, Amphibientheater: Vincent Berger, Angelius Leeser
Quellstein: Wernt Hann (https://www.das-lichtrelief.de/)
Düchel: Karlfrieder Zandt (www.kaza-moebel.de)
Bepflanzung: Melanie Fuchs
Und natürlich auch alle fleißigen Hände der LEO-Mitglieder