Das Hochbeet wurde mit viel Sorgfalt aus regional geschlagenem Robinienholz gebaut. Die Robinie ist nicht nur besonders witterungsbeständig, sondern stammt in diesem Fall direkt aus dem Wiesental – nachhaltig, langlebig und ganz ohne chemische Behandlung.
Im Inneren des Beetes sorgt ein durchdachter Schichtaufbau für optimale Wachstumsbedingungen: Unten bilden Hackschnitzel und Laub die Basis, darüber folgen Mist und eine durchlässige Mischung aus Kompost- und Pflanzerde. Diese natürliche Füllung bietet Nährstoffe im Überfluss und fördert zugleich die Bodenlebewesen, die das Beet dauerhaft fruchtbar halten.
Die Weisheits-Schlange
Das Hochbeet hat die Form einer großen Schlange – wir nennen sie liebevoll die „Weisheits-Schlange“. Sie versorgt unsere Küche mit frischem Grün und Gemüse und trägt die gesamte Weisheit des in der Erde über Jahrmillionen gespeicherten Wissens in sich.
Unser Hochbeet windet sich wie eine stilisierte Schlange durch den Garten – ein Symbol der Weisheit und Transformation.
Durch die Auswahl der Pflanzen für das Hochbeet haben wir auch optisch darauf geachtet, ein natürliches Schlangenmuster entstehen zu lassen. Ich finde, das ist uns an vielen Stellen auch gut gelungen. An der ein oder anderen Stelle hatte die Natur aber ihren ganz eigenen Plan. Denn nicht alle Pflanzen wollten wachsen und der rote Salat, der ein optisches Streifenmuster ergeben sollte, lies sich einfach nicht gegen die vielen Schnecken verteidigen.
Mit der Bepflanzung des Hochbeetes haben wir bewusst Kräuter und Gemüse nach den Prinzipien der Permakultur miteinander kombiniert. Dadurch entsteht ein toller Synergie-Effekt. Die Kräuter, wie beispielsweise das Strauch-Basilikum oder auch die gepflanzten Tagetes vertreiben Schädlinge durch ihre ätherischen Öle und die natürliche Abwehr kommt dann Salat, Radieschen, Rote Bette & Co. zu Gute. Außerdem fördert die Kombination den Nährstoffaustausch und das Wachstum zwischen den Pflanzen.
Die Pflanzen in unserem Hochbeet
Am Kopf der Schlange begrüßen Petersilie, Schnittlauch und winterharter Rucola die Gäste mit frischen, würzigen Aromen. Im Schlangenkörper haben wir mit wiederkehrenden Streifen mit Spitzpaprika verschiedene Abschnitte geschaffen. In den einzelnen Abschnitten wachsen: Mangold mit seinen bunten Stielen, eine besonders hübsch geringelte Rote Beete, knackige Radieschen und zarter Pflücksalat in einer ausgewogener Gemeinschaft. Zwischen ihnen gedeihen Borretsch mit sternblauen Blüten, Ringelblumen und fröhlich leuchtende Tagetes – natürliche Helfer im Schutz vor Schädlingen und ein Fest für Bienen. Und ein hübsche Blütendekoration für die Küche.
Den Abschluss am schwanzförmigen Ende unserer Garten-Schlange bilden die winterharten, mehrjährigen Winterheckenzwiebeln (auch: ewige Zwiebeln). Sehr robust und aromatisch liefern sie frisches grünes Zwiebellauch bis in die kalten Monate hinein.
Eine kleine Übersicht über die Bepflanzung, vielleicht auch als Inspiration zum Nachpflanzen für das eigene Hochbeet:
Schlangenkopf:
- Ruccola, winterhart & mehrjährig
- Schnittlauch
- Petersilie
- Borretsch
Schlangenkörper:
- Spitzpaprika
- Rote Beete, geringelt
- Radieschen
- Pflücksalat, grün & rot
- Mangold gelb
- Mangold rot
- Strauchbasilikum, rot & grün
- Chilli
- dazwischen: Ringelblumen, Tagetes, Borretsch
Ende der Schlange:
- Mangold, rot
- Winterheckenzwiebeln (ewige Zwiebeln)
Ökologische Vorteile unseres Hochbeetes
Das Hochbeet ist ein Gewinn für unsere Küche und natürlich für unsere Gäste. Gleichzeitig trägt es auch zum ökologischen Gleichgewicht der Natur bei, weil wir Hand in Hand mit der Natur zusammen arbeiten.
Im folgenden haben wir einige der Vorteile aufgeführt:
Optimale Raumnutzung & Mikroklima
· Hochbeete bieten durch ihre Höhe mehr Sonnenlicht und Wärme – ideal für wärmeliebende Kräuter und Gemüse.
· Unterschiedliche Wuchshöhen (z. B. hohe Paprika, niedriger Schnittlauch) ermöglichen eine platzsparende Bepflanzung.
- Die dichte Bepflanzung hilft die Erde feucht zu halten
Förderung der Biodiversität
· Die Vielfalt zieht Nützlinge wie Bienen, Marienkäfer und Schmetterlinge an.
· Das stärkt das ökologische Gleichgewicht und reduziert den Bedarf an künstlichen Eingriffen
Wasser- und Bodenschutz
· Viele der Kräuter sind sehr genügsam und helfen, Wasser zu sparen. Dadurch kommt unser Hochbeet auch in heißen Sommern mit wenig Wasser aus.
· Immer wieder verteilen wir einen Teil unseres Grasschnittes zum Mulchen im Hochbeet oder wir nutzen unseren eigenen Kompost. Dadurch wird die Bodenstruktur verbessert und die Feuchtigkeit im Boden gehalten.
Nachhaltigkeit & Kreislaufwirtschaft
· Durch die Permakultur-Prinzipien entstehen geschlossene Kreisläufe: alles was wir aus der Natur nehmen, geben wir auch wieder zurück (Kompost & Pflanzenreste)
· Füllung des Hochbeetes mit verschiedenen organischem Materialien in Schichten – verrottet langsam und liefert Nährstoffe